Schusswaffen der Antike

Heute gibts eines der Themen, die in den wenigsten Rollenspielen fehlen dürfen: Waffen! Diesmal genauer gesagt: Schusswaffen.

Die klassischste Schusswaffe ist wohl der Bogen. Einfache Bögen gab es schon eine ganz lange Zeit.

Von den alten Ägyptern ist bekannt, dass sie häufig Kompositbögen verwenden, da bei ihnen nicht so viel Holz verfügbar ist. Ein Kompositbogen hat meist ein Kern aus Holz, auf dem andere Materialien, wie z.B. Horn oder Knochen, aufgeleimt sind. Kompositbögen haben einen höheren Wirkungsgrad und eine höhere Lebensdauer. Allerdings können sie Probleme bei schlechter Witterung bekommen.

Die Scythen, ein Reitervolk aus der Gegend um die Krim, waren da schon weiter. Sie haben die Vorteile der Recurvebögen entdeckt. Der Scythenbogen ist ein recurver Kompositbogen mit Rundungen an den Enden des Bogens. Die Bogensehne liegt im ungezogenen Zustand an der Rundung an und hebt sich beim Ziehen allmählich ab. Weil der Bogen sich durch die anliegende Sehne so verhält, als ob er kürzer als angemessen für die Sehne wäre, speichert er am Anfang des Auszuges mehr Energie. Während des weiteren Ziehens hebt sich die Sehne immer mehr vom Bogen ab und wird währenddessen immer länger. Dadurch ist das Ziehen gefühlt weicher. Beim Abschuss geht die extra Portion gespeicherte Energie auf den Pfeil über, wodurch der Schuss kraftvoller wird. Falls aber der Schuss unpräzise durchgeführt wird, kann der Bogen durch diese Konstruktion ins Schwingen geraten.

Die alten Griechen habe mit den Bögen experimentiert und sie weiter ausgebaut zum Gastraphetes. Gastraphetes bedeutet so etwas wie „Bauch-Schleuderer“. Es ist eine griechische Infanteriewaffe und ist der antike Vorläufer der Armbrust. Es ist im Grunde ein Kompositbogen, der auf einen Holzschaft montiert wurde, an dessen Sehnenende eine Mulde und zwei Griffe sind. Dazu ist eine bewegliche Schiene auf den Schaft montiert, in die man die Sehne des Bogens einhängt. Der Schütze stellt das vordere Ende der Schiene auf den Boden und platzierte die Mulde an den Oberkörper bzw. Bauch und hält beide Griffe fest. Mit seinem Körper drückte er den G~ dann zusammen, so dass die Schiene ihn entgegen kommt und die Sehne auf Spannung bringt bis die Schiene am Ende einrastete. Dadurch kann ein G~ eine deutlich höhere Kraft und Reichweite als ein Bogen entwickeln.

Eine weitere Schusswaffe der Antike ist das  Kestrosphendon. Kestrosphendon bedeutet Pfeil-Schleuder und ist sehr simpel zu bauen. Es besteht aus 2 Lederriemen von ca. 30 cm Länge. Das eine Ende hat eine kleine Öse, in der man das Ende eines Pfeil einsteckt. Um die Vorderseite des Pfeils legt man den anderen Riemen. Der ca. 25cm lange Holzpfeil mit eiserner Spitze wird dann mit einer Hand über den Kopf geschleudert. Im richtigen Moment lässt man den Riemen los, welcher die Voderseite fixiert, wodurch der Pfeil fortgeschleudert wird

Generell haben Schusswaffen in Mythantika einen variablen Basisschaden und profitieren von der körperlichen Stärke des Anwenders. Die Bögen und den Kestrosphendon erhalten einen Schadensbonus. Der Gastraphetes lässt sich bei hoher Stärke schneller spannen.

Anbei die vorläufige Wertetabelle. Das s bei Schaden bedeutet, dass es Stichschaden ist. Unter AP ist zum einen der Zeitaufwand zum Laden und rechts daneben der Zeitaufwand zum Feuern. Handhabung ist ein Modifikator auf den Angriffswurf. In Klammern steht der Abzug pro volle Distanz. KS x-y bedeutet, dass jeder Punkt unter x den Schaden um 1 reduziert und jeder Punkt über y den Schaden um 1 erhöht.

Name Schaden AP

Handh. Merkmale
Holzbogen s W10 5 / 6 0 (-2 / 15m) KS 9-11, 2hand
Ägyptischer
Kompositbogen
s W10+1 5 / 6 0 (-2 / 20m) KS 10-11, 2hand
Skythenbogen s 2W6 6 / 6 0 (-2 / 25m) KS 9-10, 2hand
Gastraphetes s 2W6+3 10 / 6 0 (-2 / 40m) Laden -KS>11, 2hand
Kestrosphendon s W6+1 8 / 6 -2 (-2 / 15m) KS 9-10

Wie ist euer Eindruck von diesen Waffen. Habt ihr anderes darüber gelesen? Wie passt die Wertetabelle? Ich freue mich wie immer über Rückmeldungen.

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