Genereller Ablauf einer Probe

Im Delta-System werden generell Fertigkeitsproben abgelegt, wenn eine Handlung einen ungewissen Ausgang hat. Bei einer Fertigkeitsprobe wird dann die Fähigkeit des Charakters mit der Schwierigkeit der Handlung verglichen.

Wenn der Charakter ein Manöver anwenden will, nimmt er dessen Schwierigkeit, ansonsten muss der Spielleiter eine festlegen. Unter widrigen Umständen darf der Spielleiter natürlich auch die Schwierigkeit des Manövers anheben. Schwierigkeiten rangieren von -5 (einfach) über -10 (Normal) und -20 (schwierig) bis hin zu -50 (legendär).
Der Charakter nimmt nun den Wert einer passenden Fertigkeit und zieht davon die Schwierigkeit ab. Der Fertigkeitswert beinhaltet die Fertigkeitspunkte + Modifikatoren aus 2 relevanten Eigenschaften. Die Differenz zwischen Fertigkeitswert und Schwierigkeit ist das namensgebende Delta.
Ist das Delta 0, wird die Sache eine 50:50-Chance. Das Problem ist ihm quasi ebenbürtig. Ist der Wert höher, wird es ihm eher gelingen, andersherum sieht die Chance eher schlechter aus. Üblicherweise rangiert das Ergebnis so im Bereich von -20 bis +20.

Falls die Chancen schlecht stehen, kann man immer noch Optionen einbeziehen, um seinen Wert zu verbessern. Die Figur kann sich z.B. Zeit lassen oder sich nur auf das wesentliche konzentrieren (= pfuschen 😉 ) Allerdings hat jede Option ihren Preis. Wer gerade auf der Flucht ist, braucht jede Sekunde. Wer seine Ausrüstung repariert, möchte sicher sein, dass es später keinen Ärger gibt.

Wenn das Delta feststeht, wird gewürfelt. Mit einem Blick auf die Delta-Liste, welche auf jedem Charakterbogen neben den Fertigkeiten steht, sieht man nun die konkrete Erfolgschance für den erzielten Wert. Alternativ kann man sich die Chance auch errechnen. Ein Delta von 0 sind 50%. Die ersten 10 Punkte Differenz bewirken je 3%, die folgenden 7 je 2% und die restlichen 3 je 1%. Jenseits von +-20 verändert sich die Chance nicht mehr. Allerdings werden Werte über 20 mit besseren Ergebnissen belohnt.

Es folgt ein Prozentwurf (z.B. mit einem W10 für die Einerstelle und einem W10 für die Zehnerstelle). Wenn der Wurf kleiner oder gleich der Chance ist, ist die Probe gelungen. Der Würfel für die Zehnerstelle zeigt hierbei die Bonuserfolge. Die Anzahl der Bonuserfolge gibt die Güte des Erfolges an und sie können für weitere relevante Dinge herangezogen werden, wenn genügend Punkte übrig sind. Man war z.B. besonders leise beim Knacken des Schlosses oder konnte beim Klettern noch auf seinen Nebenmann achten. Im Konflikten hat jeder Bonuserfolg einen verbessernden Effekt.

Kurz zusammengefasst:

  • Delta = Fertigkeitspunkte + 2 Eigenschaftsmodifikatoren – Schwierigkeit
  • W100-Wurf auf Chance von Delta

Dazu gibt es dann noch ein paar Feinheiten:

Ein Pasch (Einer = Zehner) ist immer ein kritisches Ergebnis. War die Probe erfolgreich, ist es ein kritischer Erfolg, ansonsten ein kritischer Fehlschlag. Kritische Ergebnisse verdoppeln die Bonuserfolge.

Wenn man mehr als 20 Delta hat, erhält man ggf. Bonuserfolge. Für je 4 Punkte, um die man sein Delta freiwillig reduziert, gibt es bei einer gelungenen Probe 1 Bonuserfolg extra.

Wenn man eine Probe in einem Bereich macht, für den man selbst ein Experte ist, darf man bei erfolgreichen Proben auch den Einer-Würfel für die Erfolge heranziehen, sofern es die maximalen erreichbaren Erfolge nicht überschreitet.

Im Kampf wird die Einerstelle als zufällige Trefferzone herangezogen.

Resümee

Mir war es wichtig, eine große Spanne abzudecken. Dazu wollte ich, dass auch Anfänger ein klares Bild von ihren Würfelchancen haben und ggf. auch nachregeln können.

Dieses System ist dabei herausgekommen, was haltet ihr davon?

Werbung

3 Gedanken zu “Genereller Ablauf einer Probe

  1. Kalzibar

    Klingt nett, ich finde es nicht wirklich komplex, eher flexibel und bei dem relativ hohen Zahlenraum potenziell gut geeignet um Nischen abzustecken. Könntest Du uns noch einen kleinen Einblick in die Delta-Liste gewähren?

    Gefällt mir

    1. Danke für das Feedback. Die grundlegende Probe soll auch möglichst einfach erlernbar sein, da sie in komplexere Abläufe verwendet wird. (Was später noch vorgestellt wird.)
      Ich habe die aktuelle Delta-Liste in den Beitrag eingebettet.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s